Investieren und Anlegen

Vermögensaufbau mit Aktiv- oder Passivfonds
Vermögensaufbau mit Aktiv- oder Passivfonds
Anleger haben die Wahl zwischen Aktienfonds mit und ohne Fondsmanagement. Erfahren Sie hier, welche Chancen und Risiken die beiden Fondskonzepte aufweisen! Die anhaltend niedrigen Zinsen für Spareinlagen machen das Anlegen in Aktienfonds attraktiv: Dieses Investment eröffnet die Chance auf lohnende Renditen bei erhöhtem, aber meist überschaubarem Verlustrisiko. Vielleicht interessieren auch Sie sich für diese Anlageform, um Ihre mittel- bis langfristigen Sparziele zu erreichen. Dann stehen Sie vor der Wahl, ob Sie Anteile von aktiv gemanagten oder Passiv-Fonds kaufen sollen. Beide Fondsvarianten bieten spezifische Vor- und Nachteile. Was ist ein ETF? ETF (Exchange Traded Fund oder auf Deutsch börsengehandelter Fonds) wird als Synonym für Passivfonds verwendet. Diese Fonds spiegeln in Bezug auf ihre gewichtete Zusammensetzung einen bestimmten Börsenindikator wider. ETFs eignen sich hervorragend für Anleger, die nicht viel Zeit oder Interesse haben, sich mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten zu beschäftigen: Um Ihr Investment in einen Passivfonds zu kontrollieren, reicht es vollkommen aus, den zugrunde liegenden Index zu beobachten. Dagegen sind ein erhebliches zeitliches Engagement und einiges Fachwissen erforderlich, um mit einzelnen Aktien Anlageerfolge zu erzielen. Aus diesem Grund schneiden Passivfonds im Hinblick auf Transparenz ausgezeichnet ab. Welche weiteren Vorteile weisen ETFs auf? Die Zusammenstellung beziehungsweise Verwaltung von Passivfonds gestaltet sich denkbar einfach. Aufwendige Analysen des Marktes und die Überprüfung lohnender Anlagechancen sowie die laufende Überwachung des Fondsportfolios sind im Gegensatz zu Aktivfonds nicht erforderlich. Die Emittenten (Herausgeber) von Passivfonds berechnen dementsprechend niedrige Gebühren. Dies gilt sowohl für die Ausgabeaufschläge als auch für die jährlichen Verwaltungsgebühren. So verlangen zahlreiche Passivfonds keinerlei Gebühren für die Ausgabe der Anteile und stellen für die Verwaltung lediglich Kosten zwischen 0,2 und 0,5 Prozent in Rechnung. Wenn Sie dagegen aktiv gemanagte Fonds kaufen möchten, müssen Sie mit Ausgabeaufschlägen von bis zu 6 Prozent und jährlichen Verwaltungsgebühren zwischen einem und zwei Prozent rechnen. Diese Kosten mindern direkt Ihre Rendite und müssen durch höhere Wertsteigerungen des Fonds ausgeglichen werden. Auf welche Weise bilden Passivfonds einen Index ab? ETFs können einen Index direkt nachbilden, indem sie Aktien an den im Börsenbarometer enthaltenen Gesellschaften kaufen. Diese Nachbildungsmethode wird als physisch replizierende bezeichnet. Alternativ können Passivfonds die Struktur eines Index auf synthetische Weise mithilfe von Swaps kopieren. Swaps sind Finanzinstrumente, die Zahlungsströme in Abhängigkeit von bestimmten Werten (in diesem Fall von einem Aktienindex) abbilden. Die Abweichung vom Index wird mithilfe des sogenannten Tracking Errors (Nachbildungsfehler) gemessen: Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto genauer bildet der ETF das jeweilige Börsenbarometer ab. Welche Verlustgefahren sind mit Passivfonds verbunden? Aus dem Konzept der ETFs ergibt sich unmittelbar, dass sie ausschließlich bei einer positiven Marktentwicklung zu Gewinnen führen können. Über einen ausreichend langen Betrachtungszeitraum erfüllen Aktienmärkte meistens, aber nicht immer diese Voraussetzung. In diesem Zusammenhang sollten sich kritische Anleger die verschiedenen Börsenkrisen der Vergangenheit ins Gedächtnis rufen, bei denen es zu einer gigantischen Kapitalvernichtung kam. So platzte beispielsweise im Jahr 2000 die sogenannte Dotcom-Blase. Dabei handelte es sich um eine große, durch unrealistische Spekulationen verursachte Überbewertung von Unternehmen aus der New Economy (aufstrebende Firmen, deren Geschäftsmodell auf dem Internet basierte). In Folge dieser Krise verlor der deutsche DAX (vorübergehend) gegenüber seinem Höchststand mehr als 70 Prozent an Wert. Wer auf dem Höhepunkt des Hypes Anteile an einem auf dem DAX basierenden Passivfonds gekauft hatte, machte entsprechende Verluste. Grundsätzlich erweisen sich Indexfonds als wenig empfehlenswert, wenn Anleger eine Seitwärtsbewegung (auf der Stelle tretende Kurse) oder sogar einen länger anhaltenden Abschwung erwarten. Welche Merkmale zeichnen aktiv gemanagte Fonds aus? Das Ziel der Fondsmanager besteht darin, mit ihren Anlageentscheidungen den relevanten Index zu schlagen. So versuchen beispielsweise Aktienfonds, die deutsche Blue Chips enthalten, höhere Kursgewinne als der DAX zu erreichen. Als Blue Chip oder Standardwerte bezeichnen Fachleute Aktien von bedeutenden Unternehmen, die eine hohe Marktkapitalisierung (Wert der Aktien multipliziert mit der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien) und hohe Umsätze sowie eine starke Position in ihrem jeweiligen Absatzmarkt aufweisen. Als besonders aussichtsreich gilt die Strategie, Wachstumswerte zu kaufen, bevor diese besonders vielversprechenden Aktien in einen Index aufgenommen werden. Diese Möglichkeit steht Passivfonds nicht zur Verfügung. Mit diesen Käufen profitiert das Fondsmanagement von den Kurssprüngen, die häufig aus der Aufnahme in ein bekanntes Börsenbarometer resultieren. Welche besonderen Risiken weisen Aktivfonds auf? Nur wenn ein Aktivfonds die Entwicklung der Benchmark (Vergleichswert) in Form des relevanten Index deutlich schlägt, sind diese empfehlenswert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Fonds auch die ihren Anteilseignern berechneten Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren erwirtschaften müssen. Dies gelingt jedoch nicht in jedem Fall: Immer wieder machen Aktienfonds Schlagzeilen, die dieses Ziel deutlich verfehlen. Sie entwickeln sich schlechter als der Index. Wenn Sie Anteile an derartigen Fonds halten, erzielen Sie zum einen niedrigere Renditen, als sie Passivfonds bieten. Zum anderen zahlen Sie hohe Gebühren für diese Fonds. Für Anleger erweist es sich als relativ schwierig und aufwendig, die Zusammensetzung von aktiv gemanagten Fonds zu verfolgen. Entsprechende Informationen lassen sich über Fachmedien beschaffen, weisen jedoch regelmäßig eine Zeitverzögerung auf. Aus diesem Grund müssen Investoren großes Vertrauen in die Kompetenz des Fondsmanagements haben. Außerdem sollten Sie beachten, dass sich die Zusammensetzung und oft sogar die Strategie von aktiv gemanagten Fonds laufend ändert. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, aus den Anlageerfolgen der Vergangenheit auf eine positive Wertentwicklung in der Zukunft zu schließen. Diese Tatsache belegen auch Misserfolge, die der legendäre Starinvestor Warren Buffet gelegentlich mit seinem Berkshire Hathaway Fonds zu verzeichnen hat. Beispielsweise konnte er im Verlauf des Jahres 2019 keine nennenswerten Gewinne verbuchen, während der Vergleichswert, der Standard & Poors 500 Index, im gleichen Zeitraum eine Wertsteigerung von deutlich mehr als 10 Prozent erreichte. Prinzipiell ist zu beachten, dass der Zielkonflikt von Rendite und Sicherheit auch für Aktivfonds gilt: Höhere Gewinne gehen bei Finanzprodukten immer mit größeren Verlustgefahren einher. Da aktiv gemanagte Fonds eine größere Wertsteigerung als der vergleichbare Index erreichen wollen, implizieren sie höhere Risiken als Passivfonds.
Nachhaltiges Investieren liegt im Trend
Nachhaltiges Investieren liegt im Trend
Mit nachhaltigen Geldanlagen unterstützen Anleger die ökologische Umorientierung der Wirtschaft. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie auch Sie nachhaltig und umweltbewusst Geld investieren können. Nachhaltig investieren für den Schutz von Umwelt und Klima Nachhaltige Geldanlagen stehen aktuell bei vielen Sparern hoch im Kurs. Die Idee klingt für Verbraucher ausgesprochen verlockend: Geld anlegen, eine attraktive Rendite erhalten und darüber hinaus mit dem Investment Gutes für andere Menschen oder die Umwelt bewirken. Die Finanzbranche bedient die immer stärker werdende Nachfrage nach derartigen Anlagen mit verschiedenen neuartigen Produkten. Dadurch entsteht ein vielfältiges Angebot an nachhaltigen Geldanlagen, die sich für unterschiedliche Anlagehorizonte und Risikoeinstellungen eignen. Was bedeutet Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen? Der Begriff Nachhaltigkeit bezeichnet allgemein eine Form des Wirtschaftens, mit der die existenziellen Lebensgrundlagen der kommenden Generationen nicht gefährdet werden. Außerdem soll die Einhaltung der Nachhaltigkeitsgrundsätze dazu führen, dass alle gegenwärtig lebenden Menschen weltweit die Chance auf ein auskömmliches Dasein in Frieden und frei von Ausbeutung erhalten. Diese Postulate lassen sich auf die Finanzwelt übertragen: Positiv formuliert bewirken nachhaltige Geldanlagen eine Verbesserung der Lebensverhältnisse von benachteiligten Personen und leisten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Häufig erfolgt die Definition auch durch das Formulieren von Ausschlusskriterien: Nachhaltige Investments verzichten auf Anlagen in bestimmten Branchen und Geschäften, die als unethisch gelten. Dazu gehören beispielsweise Waffenproduktion oder -handel, Ölförderung oder Pornografie. Außerdem kommen Geldanlagen in Unternehmen nicht infrage, die Mindeststandards der Lohngerechtigkeit oder des Arbeitsschutzes nicht einhalten sowie Korruption oder Kinderarbeit dulden. Für den ethischen Zusatznutzen von Investments hat sich der Ausdruck „soziale Rendite“ etabliert. Wie identifizieren Anleger nachhaltige Finanzprodukte? Verschiedene Siegel bescheinigen Anlageprodukten Nachhaltigkeit. Sie können sich bei Ihren Anlageentscheidungen zum Beispiel am NG-Label, eam ECOreporter-Siegel oder dem Klima-Rating von Climetrics orientieren. Ein derartiges Siegel stellt jedoch keine Garantie dar, dass die Geldanlagen Ihren persönlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit entsprechen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dass Ihr investiertes Geld tatsächlich nachhaltig verwendet wird, müssen Sie die Entwicklung Ihrer Geldanlage permanent verfolgen. Seriöse Anbieter von nachhaltigen Geldanlagen ermöglichen Ihnen diese Kontrolle durch die regelmäßige Veröffentlichung von Reports. Diese enthalten Analysen, Statistiken und andere Informationen, die den Grad des Erreichens der Nachhaltigkeitsziele aufzeigen. Nachhaltig investieren mit Fonds. Welche nachhaltigen Fonds sind verfügbar? Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen klassischen Aktienfonds mit nachhaltiger Orientierung und Mikrofinanzfonds. Nachhaltige Aktienfonds stellen ihre Investments meist nach dem Ausschlussprinzip zusammen. Sie sind mit unterschiedlichen geografischen und Branchenschwerpunkten, wie zum Beispiel nachhaltige Energieerzeugung, Lateinamerika oder Öko-Landwirtschaft erhältlich. Auch Passivfonds, die einen Nachhaltigkeitsindex wie beispielsweise den Dow Jones Sustainability Index nachbilden, eignen sich für die nachhaltige Geldanlage. Die Performance vieler dieser Fonds beweist, dass die ethische Ausrichtung nicht zwangsläufig zulasten der Rendite geht. Sie weisen eine Wertentwicklung auf, die mit jener von konventionellen Aktienfonds vergleichbar ist. Auch die Risiken fallen ähnlich aus: Sollte sich der Kapitalmarkt allgemein oder im relevanten Segment negativ entwickeln, kann es zu erheblichen Verlusten kommen. In schweren Krisen oder durch ein nicht klug agierendes Fondsmanagement können sich diese auf über ein Drittel oder über die Hälfte des eingesetzten Kapitals belaufen. Dementsprechend groß fallen auch die Gewinnchancen aus. Über einen Zeitraum von wenigen Jahren können Sie mit Glück Wertzuwächse in hoher zweistelliger Prozentzahl erreichen. Wie funktionieren Mikrofinanzfonds? Diese Geldanlage stellt Kapital für Kleinkreditnehmer in Entwicklungs- und Schwellenländern wie zum Beispiel Indien, Kambodscha oder Peru zur Verfügung. Die Darlehen im Wert von umgerechnet zwei- oder kleinen dreistelligen Eurobeträgen ermöglichen es Bauern, Handwerkern und Händlern, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Um die Kleinkredite auszureichen, arbeiten die Fondsgesellschaften mit lokalen Kreditinstituten oder Nichtregierungsorganisationen zusammen. Die Kreditnehmer zahlen für ihre Darlehen hohe Zinsen, die in vielen Fällen über 20 Prozent liegen. Die Mikrofinanzfonds berechnen diese Zinssätze, da sie umfangreiche Verwaltungsarbeiten leisten und für ihre Anleger attraktive Renditen erzielen müssen. Dennoch geht dieses innovative Konzept in der Regel für beide Seiten auf: Die Kreditnehmer können sich mit der Anschubfinanzierung eine tragfähige eigene Existenz aufbauen. Die Investoren erhalten Zinsen, die deutlich über dem Niveau von im Euroraum verfügbaren Sparprodukten liegen. So weist der Symbiotics-Microfinance-Index, der die Rentabilität dieser Geldanlage bemisst, für die letzten fünfzehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Verzinsung von 3,5 Prozent aus. Indem Sie auf diese Geldanlage setzen, gewinnen Sie Unabhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten. Die Nachfrage nach Mikrokrediten nimmt kontinuierlich zu und wird kaum durch internationale Anlagetrends beeinflusst. Wie wertvoll diese Entkoppelung ist, zeigte sich beispielsweise in der Finanzkrise des Jahres 2008/2009. Während es weltweit zu Bankenpleiten kam und konventionelle Spareinlagen gefährdet waren, traten im Mikrofinanzfonds-Bereich keine derartigen Entwicklungen auf. Welche speziellen Risiken sind mit Mikrofinanzfonds verbunden? Investoren sollten jedoch auch die Risiken durch Kreditausfälle berücksichtigen: Kann ein Kreditnehmer das ausgeliehene Geld nicht zurückzahlen, ist eine Abschreibung erforderlich. Die Ausfall- beziehungsweise Wertberichtigungsquote liegt im Durchschnitt bei unter zwei Prozent, da die Zahlungsmoral der Mikrokreditnehmer ausgesprochen hoch ist. Dagegen besteht ein ausgeprägtes Länderrisiko. Dies bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund politischer Unruhen, kriegerischer Auseinandersetzungen oder anderer Krisen zu einem Kreditausfall kommt. In der Vergangenheit haben verschiedene Regierungen die Abwicklung der Kreditvergabe und -rückzahlung erschwert oder unmöglich gemacht. Mikrofinanzfonds vergeben eine sehr große Anzahl an Darlehen über mehrere Partner an Kreditnehmer in verschiedenen Ländern. Damit erreichen die Fondsgesellschaften ein hohes Maß an Risikostreuung und Sicherheit. Falls Sie sich für eine Anlage in diese nachhaltigen Fonds interessieren, sollten Sie die Kündigungsfristen berücksichtigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktien- oder Anleihefonds ist Ihr angelegtes Geld nicht jederzeit verfügbar. Sie müssen Ihr Engagement einige Monate im Voraus kündigen. Empfehlenswerte Mikrofinanzfonds wählen ihre Kreditnehmer mit viel Sorgfalt aus und begleiten deren Projekte kontinuierlich. Einige Fondsbetreiber organisieren sogar Reisen für ihre Kreditgeber zu den Geldempfängern, damit sich diese vor Ort selbst von der sinnvollen Verwendung ihrer Gelder überzeugen können. Inwiefern verändert der Nachhaltigkeitstrend die Anforderungen an konventionelle Anlageprodukte? Allgemein entwickeln immer mehr, insbesondere junge Anleger ein kritisches Bewusstsein in Bezug auf die Folgen ihrer Investitionen. Sie sind nicht bereit, unethische Geschäftspraktiken durch ihre Geldanlagen zu unterstützen. Aus diesem Grund achten Finanzorganisationen in verstärktem Maße darauf, dass auch ihre konventionellen Anlageprodukte unter ökologischen und moralischen Aspekten vertretbar sind. Hinzu kommt, dass immer mehr große, institutionelle Anleger wie Investmentgesellschaften, Hedgefonds-Betreiber oder Pensionskassen und Versicherungen Klima- und Umweltschutz zu einem Bewertungskriterium machen. Sie verlangen von Aktiengesellschaften, dass sie in standardisierter Form über die ökologischen Folgen ihrer geschäftlichen Aktivitäten berichten. Diese Informationen fließen in das Carbon Disclosure Project ein. Dieses Projekt wurde im Jahr 2000 als Nicht-Regierungsorganisation gegründet. Es führt jedes Jahr mithilfe von Fragebögen eine Erhebung von umweltrelevanten Unternehmensdaten durch und veröffentlicht diese anschließend. Dabei handelt es sich um die Emission von Treibhausgasen, Wasserverbrauch und die Erreichung von Zielen zur Verbrauchsreduktion von Umweltressourcen. Die großen Investoren machen Unternehmen publik, die sich diesem Projekt verweigern. Anhand dieser Listen können Sie sich ohne großen Aufwand informieren, welche Konzerne Umweltschutz ernst nehmen und bei ihrem wirtschaftlichen Handeln beachten. Auch zahlreiche Fondsmanager legen zunehmend Wert auf die Einhaltung ethischer Standards. Sie überprüfen ihre Engagements auf die Übernahme sozialer Verantwortung, die Beachtung ökologischer Richtlinien sowie Corporate Governance hin. Diese Kriterien werden mit der Abkürzung ESG (Environment Social Government) zusammengefasst. Unter Corporate Governance werden die Regeln angemessener Unternehmensführung verstanden. Sie umfassen unter anderem die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und eine transparente Kommunikation gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und der allgemeinen Öffentlichkeit. Die Europäische Kommission verfolgt ehrgeizige Pläne, um den Finanzsektor mittelfristig zu mehr Nachhaltigkeit zu zwingen. Sie möchte dieses wichtige Thema zum verpflichtenden Bestandteil jeder Anlageberatung machen und ein Siegel für grüne, umweltfreundliche Aktiengesellschaften einführen. Fazit: Als ethisch orientierter und umweltbewusster Verbraucher haben Sie heute verschiedene Möglichkeiten, Ihr Geld nachhaltig anzulegen. Neben spezialisierten Aktienfonds und Mikrofinanzfonds stehen auch konventionelle Einzelaktien und Fonds zur Auswahl, vorausgesetzt, sie entsprechen den einschlägigen ökologischen und sozialen Standards.
So investiert man in Immobilien um langfristig Vermögen aufzubauen
So investiert man in Immobilien um langfristig Vermögen aufzubauen
Immobilien gelten als sichere Kapitalanlagen, die attraktive Renditen abwerfen. Erfahren Sie hier, wie Sie richtig in „Betongold“ investieren. Immobilien – attraktive Anlagemöglichkeiten für den langfristigen Vermögensaufbau Viele Menschen suchen nach recht sicheren und renditestarken Geldanlagen, weil die anhaltende Niedrigzinsphase es schwer macht, Geld ertragreich anzulegen. Wer heute Vermögen aufbauen möchte, muss neue Wege gehen und alternative Anlageformen finden. Immobilien bieten eine interessante Alternative. Dazu müssen Sie noch nicht einmal selbst Immobilien kaufen. Welche Vorteile das bringt, erfahren Sie hier. Was unterscheidet Immobilien von anderen Geldanlagen? Klassische Spar- und Anlageformen wie Tages- und Festgeld oder kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen sind wenig lohnend, seit die Zinsen hinter der Inflationsrate zurückbleiben. Der klassische Aktienmarkt kann starken Schwankungen unterliegen. Rein statistisch folgt auf eine Phase mit guter Konjunktur und Wachstum immer eine Rezession. Langfristig erholt sich der Markt zwar immer, aber die Hochphase nach der letzten Krise hält bereits viele Jahre an. Erfahrene Finanzfachleute erwarten in den nächsten Jahren zwangsläufig einen Abschwung. Aktuell im Hoch zu kaufen, erscheint da wenig sinnvoll. Die Immobilienpreise steigen Zwar haben sich die Immobilienpreise in Deutschland jahrzehntelang nur wenig bewegt, aber seit 2010 steigen die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in fast allen Regionen konstant an. In besonders gefragten Landesteilen haben sich die Kaufpreise teilweise mehr als verdoppelt. Die niedrigen Zinsen bei gleichzeitig guter Konjunktur steigern die Nachfrage nach Immobilien erheblich. Auch die Bautätigkeit hat massiv zugenommen. Zwar bewegen sich die Preise ähnlich wie bei Aktien auf einem hohen Niveau. Aber bei Immobilien sind in vielen Lagen weitere Preissteigerungen zu erwarten. Außerdem bleiben Häuser und Wohnungen in guter Lage in der Regel preisstabil, denn Wohnen müssen die Menschen immer. Warum ist es nicht immer sinnvoll, selbst zum Vermieter zu werden? Außer in schrumpfenden Regionen ist es sicher empfehlenswert, eine Immobilie zur Selbstnutzung zu erwerben. Denn mietfreies Wohnen im Alter und ein hoher Wert, der bei Bedarf veräußert werden kann, sind eine gute Strategie zur Vorsorge und zum Vermögensaufbau. Für Immobilien als Anlageobjekt gelten andere Regeln. Theoretisch klingt es verlockend, Eigentumswohnungen oder ein Mehrfamilienhaus zu kaufen und diese durch die laufenden Mieteinnahmen zu finanzieren. Aber der Plan hat Tücken. Ein längerer Leerstand, nicht zahlende Mieter oder Mietnomaden, die die Wohnung verwüstet hinterlassen, stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Dazu kommen die laufenden Instandhaltungs- und Modernisierungskosten, die finanziert werden wollen. Nicht zu unterschätzen ist zusätzlich der Verwaltungsaufwand, der Sie als Vermieter viel Zeit kostet. Zwar können Sie diese Aufgaben an eine Hausverwaltung abgeben, aber die Verwaltungskosten sind nicht auf die Mieter umlegbar. Diese zahlen Sie aus eigener Tasche, was wiederum die mögliche Rendite schmälert. Immobilien-Aktien sind eine interessante Alternative In Deutschland haben Sie seit mehreren Jahren die Möglichkeit, Immobilien-Aktien zu erwerben. Gemeint sind nicht die durchaus risikoreichen, geschlossenen Immobilienfonds, sondern Aktien von Großkonzernen, die in Immobilien investieren. Auf diese Art profitieren Sie vom Immobilien-Boom, ohne selbst zum Eigentümer zu werden. Selbstverständlich bergen auch Immobilien-Aktien ein gewisses Risiko, dieses ist aber kleiner einzustufen als die Wagnisse, die Sie als Vermieter eingehen. Die Wohnungsunternehmen verfolgen dabei verschiedene Strategien. Teilweise mischen die Konzerne auch unterschiedliche Ansatzpunkte, um Gewinne zu erwirtschaften. Wie werfen normale Immobilien Gewinne ab? Andere Immobilienkonzerne, deren Aktien an der Börse gehandelt werden, setzen auf Häuser, die für Gering- und Normalverdiener erschwinglich sind. Sie kaufen die ehemaligen Werkssiedlungen oder die früheren Sozialwohnungsbestände der Städte günstig auf. Häufig sind die Objekte zu Niedrigpreisen zu haben, weil ein großer Sanierungsstau besteht. Gewinne machen die Konzerne über die Mieten. Denn nach dem Kauf werden die Objekte modernisiert. Energieeffiziente Heizungen, neue Fenster oder eine Außendämmung sind politisch gewünscht und haben für das Unternehmen den Vorteil, dass dieses die Modernisierungskosten auf die Miete umlegen darf. Bis zum Jahr 2018 waren es elf Prozent der Kosten, anschließend wurde die Erhöhung der Miete auf acht Prozent verringert. Dazu gelten neue Kappungsgrenzen. Die Kappungsgrenzen legen fest, wie hoch eine Mieterhöhung pro Quadratmeter maximal ausfallen darf. Langfristig zahlt sich das Vorgehen trotzdem aus, denn die höhere Miete bleibt bestehen, auch wenn die Modernisierungskosten längst abgegolten sind. Dienstleistungen steigern den Gewinn zusätzlich Ein weiteres Modell, um die Renditen zu steigern, ist das Gründen von Tochtergesellschaften, die die nötigen Dienstleistungen rund um die Immobilien übernehmen. Grünpflege, Hausmeisterservice und die Reinigung der Treppenhäuser und Außenflächen wird durch die Unternehmenstöchter erledigt, die die Gewinne an den Mutterkonzern abführen. Lohnen sich Gewerbeimmobilien zur Vermögensbildung? Auch viele Gewerbeimmobilien sind heute in der Hand spezialisierter Konzerne. So gibt es Unternehmen, die z. B. deutschlandweit Einkaufszentren betreiben, andere sind auf Bürohäuser spezialisiert. Hier ist die Lage schwieriger einzuschätzen als bei Wohnimmobilien, denn Innenstädte und Einkaufszentren leiden immer deutlicher unter dem stark wachsenden Onlinehandel. Bei Büroflächen kommt es sehr auf die wirtschaftliche Entwicklung an. In Krisenzeiten sind Leerstände zu erwarten. Wie investiere ich möglichst sicher in Immobilien? Als langfristige Geldanlage sind Aktien von Immobilienkonzernen durchaus interessant. Sie unterliegen dabei selbstverständlich ähnlichen Risiken wie Aktien von Banken oder Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe. Allerdings zeichnen sich Immobilienpapiere erfahrungsgemäß durch eine geringere Schwankungsbreite aus und fallen in mageren Zeiten meist weniger stark. Außerdem sind die Aktien der Konzerne noch vergleichsweise günstig, da Immobilienkonzerne noch nicht lange an der deutschen Börse vertreten sind. Welches Bewirtschaftungsmodell überzeugt Sie? Immer wenn Sie sich für Aktien interessieren, sollten Sie nur in Werte investieren, die Sie überzeugen und deren Geschäftsmodell Sie verstehen. Konzerne mit dem Schwerpunkt Luxusimmobilien locken mit höheren Renditen, dafür ist das Risiko größer. In schlechten Zeiten sinkt die Nachfrage nach teuren Objekten. Ähnlich ist es im Bereich der Gewerbeimmobilien. Weniger glamourös sind Investments in durchschnittliche Wohnimmobilien. Dafür gilt, wie bereits erwähnt, dass die Menschen auch in wirtschaftlich schlechten Phasen Wohnraum benötigen. Wie sollten Geldanlagen in Immobilien verteilt werden? Auch für den Bereich Immobilien als Geldanlage gilt: Eine möglichst breite Streuung senkt das Risiko. Setzen Sie daher nicht nur auf ein Unternehmen, sondern verteilen Sie Ihre Geldanlage möglichst breit. Ebenfalls in großer Auswahl sind Immobilien-Aktien in den USA oder im asiatischen Raum erhältlich. Die Verteilung auf verschiedene Staaten hat zusätzlich den Vorteil, dass es nicht dramatisch ist, wenn die Mietpreise in einem Land für einige Jahre stagnieren. Das ist immer wieder der Fall. Indexfonds für Immobilien entdecken Eine weitere Möglichkeit, vom Boom der Immobilienpreise zu profitieren, bieten Indexfonds. In Deutschland sind rund ein Dutzend Immobilien-Indexfonds auf dem Markt, die verschiedene Regionen der Welt umfassen. Hier können Sie bereits mit kleinen Summen einsteigen und regelmäßig sparen. Dazu müssen Sie sich nicht mit dem Aktienmarkt beschäftigen. Als langfristige Geldanlage sind diese Angebote sehr interessant. Das Immobilien-Umfeld nicht vergessen Nicht nur die Immobilien selbst sind interessant als Geldanlage. Schließlich profitieren auch viele andere Unternehmen in immobiliennahen Branchen vom Bau- und Sanierungs-Boom. Dazu gehören Baustofflieferanten ebenso wie Software-Unternehmen, die weltweit genutzte Planungsprogramme anbieten. Um vom großen Wachstum der Branche zu profitieren, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung solcher Unternehmen. Einige sind sehr gut zur langfristigen Einlage in das eigene Depot geeignet. Fazit: Um von den steigenden Immobilienpreisen zu profitieren, müssen Sie nicht immer selbst zum Vermieter werden. Aktien von Immobilienunternehmen und von Konzernen in verwandten Branchen sowie Immobilien-Indexfonds bieten eine interessante Alternative mit guten Renditechancen.
Investieren für Anfänger: Möglichkeiten und Strategien einfach erklärt
Investieren für Anfänger: Möglichkeiten und Strategien einfach erklärt
Jüngere Menschen sollte daran denken, dass sie früh damit anfangen Vermögen aufbauen. Doch auch in höheren Lebensjahren ist es nicht zu spät, an die Altersvorsorge zu denken. Allerdings gilt es, in einer Niedrigzinsphase die richtigen Anlagemodelle auszuwählen. Weder klassische Sparanlagen noch die kapitalbildende Lebensversicherung versprechen heute noch eine ausreichende Rendite. Es gibt jedoch gute Alternativen. Früh anfangen Vermögen aufbauen: Welches sind die wichtigsten Fragen?Die besten Anlagemöglichkeiten für kurz, mittel- und langfristig orientiere AnlegerDie Sparziele bestimmen die AnlageformTermingeld bei kurzer AnlagedauerGeld mittelfristig in Fonds parkenLangfristig denken bei GeldanlagenMöglichkeiten und Strategien um in Immobilien zu investierenWarum sollten Anleger in der heutigen Zeit in Immobilien investieren?Diese 6 Möglichkeiten für einen erfolgreichen Start in die Immobilieninvestition gibt es für AnlegerInvestieren in Fonds – für Anfänger einfach erklärtChancen und RisikenFondsauswahl in der PraxisFondsanteile jederzeit veräußerbar Früh anfangen Vermögen aufbauen: Welches sind die wichtigsten Fragen? Es gibt vier entscheidende Fragen bei jeder Form von Geldanlage. Von den Antworten ausgehend lassen sich alle nachfolgenden Entscheidungen treffen: Welche Ziele möchte ich durch meine Investitionen erreichen?Wie viel Risiko möchte ich beim Investieren eingehen?Wie sieht mein Anlagehorizont aus?Wie fange ich an zu investieren? Bei der ersten Frage geht es um den Inhalt einer bestimmten Anlage und den Zeithorizont. Bei der zweiten Frage geht es um einen Betrag, der investiert werden soll, um die Art der Diversifikation und eigentlich auch wieder um einen Zeithorizont. Das Thema einer bestimmten Anlage ist deshalb wichtig, weil sich Menschen für verschiedene Dinge interessieren. Jemand könnte fest an Immobilien glauben, selbst Immobilienbesitz für den Eigenbedarf anstreben und sich auch in der Rolle eines Vermieters wohlfühlen. Er wird sich also sehr stark für Immobilien als Kapitalanlage interessieren. Wer ein starkes Interesse an Wirtschaftsthemen hat, schaut hingegen mehr auf Fonds und ihre Spezialformen der ETF’s und Indexfonds. Hierbei kommt es außerdem darauf an, ob der Anleger sein Portfolio selbst gestalten oder es managen lassen will. Die besten Anlagemöglichkeiten für kurz, mittel- und langfristig orientiere Anleger Die Sparziele bestimmen die Anlageform Welche Fragen hat Ihnen der Kundenbetreuer Ihrer Bank bei der letzten Anlageberatung gestellt? Hat er nach dem Betrag gefragt, aber nicht nach Ihren Sparzielen und dem zeitlichen Horizont der Kapitalanlage, ist es Zeit, die Bank zu wechseln. Denn sinnvolle Investitionsmöglichkeiten hängen davon ab, ob Sie für die Anschaffung eines Autos im kommenden Jahr oder für eine Zusatzrente in dreißig Jahren sparen. Auch wenn Sie sich selbst um Ihre Kapitalanlagen kümmern, zum Beispiel bei einer kostengünstigen Direktbank, ist die Frage einer kurz-, mittel- oder langfristigen Anlage entscheidend. Termingeld bei kurzer Anlagedauer Eine langfristig attraktive Geldanlage hat ihren Zweck verfehlt, wenn sie bei jedem Liquiditätsengpass aufgelöst werden muss, womöglich mit Verlust. Ein Teil Ihres Geldes sollte also täglich verfügbar sein. Das heißt nicht, dass es unverzinst auf dem Girokonto liegen muss. Tagesgelder werfen zumindest einige zehntel Prozent Zinsen ab. Festgelder (Termingelder) sind zwar für eine bestimmte Zeit nicht oder nur gegen Strafzinsen liquide, bringen aber zumindest ein wenig mehr Zinsen. Sie profitieren von der Einlagensicherung, übrigens in der gesamten EU. Ausländische Konten werden oft besser verzinst als in Deutschland. Allerdings sind in manchen Staaten komplizierte Steuervorschriften zu beachten. Rechnen Sie nach, ob der absolute Unterschied den zusätzlichen Aufwand rechtfertigt. Interessant können auch Sparformen mit von Jahr zu Jahr steigenden Zinssätzen sein. Sie werden von Banken und Lebensversicherern angeboten. Geld mittelfristig in Fonds parken Bei einer geplanten Anlagedauer von 1 bis 6 Jahren ist es bereits sinnvoll, in Fonds zu investieren. Sie erzielen im Mittel bessere Renditen als Festgelder. Allerdings gab es schon Crashs mit Verlusten über fünfzig Prozent, und es hat mehr als zehn Jahre gedauert, bis diese wieder aufgeholt waren. Nach der Bauernregel „niemals alle Eier in einen Korb“ sollten Sie mittelfristige Anlagemöglichkeiten breit streuen. Wählen Sie einen kostengünstigen Indexfonds, zum Beispiel einen Fonds, der den Aktienindex MSCI World nachbildet. Behalten Sie Geld in sicheren Anlageformen. Dann sind Sie flexibel genug, die Anlagedauer in Fonds noch etwas zu strecken, wenn die Märkte schlecht laufen. Eine Alternative sind offene Immobilienfonds. Sie sind zwar nicht gänzlich konjunkturunabhängig, weil sie gewerbliche Immobilien als Kapitalanlage besitzen, aber durch die dahinterstehenden Sachwerte ergibt sich im Allgemeinen eine gleichmäßige Wertentwicklung. Nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit hat der Gesetzgeber Mindesthaltedauern und Kündigungsfristen eingeführt, die die Sicherheit dieses Fondstyps unterstützen. Langfristig denken bei Geldanlagen Beträgt der Anlagehorizont mehr als sechs Jahren steht häufig eine Altersvorsorge im Vordergrund. Private Rentenversicherungen haben hier die Nase vorn, denn als einzige Vertragsform sichern sie das Risiko der Langlebigkeit ab – die Rente fließt garantiert bis ans Lebensende. Traditionelle Versicherungen sind aber wegen der geforderten Sicherheit der Kapitalanlage nicht renditestark. Mit fondsgebundenen Versicherungen können Sie in Fonds investieren und verbinden so die Chancen des Aktienmarktes mit der lebenslangen Rente. Viele Verträge ermöglichen den dynamischen Wechsel zwischen Fonds und Garantieverzinsung. Ob selbstgenutztes Wohneigentum eine geeignete Anlagemöglichkeit für die Altersversorgung ist, ist umstritten. Die Wertentwicklung von Immobilien als Kapitalanlage ist stark ortsabhängig, außerdem ist das eigene Haus möglicherweise ungeeignet, um es im Alter selbst zu bewohnen, und muss dann verkauft oder vermietet werden. Der Investitionsbeginn (die Frage Nummer 2) sollte am besten so aussehen, dass der Anleger einen festen monatlichen Betrag einplant, den er auf sehr lange Sicht in seinen Vermögensaufbau stecken kann. Wenn zusätzliches Geld übrig sein sollte (Prämie, Urlaubsgeld, Gehaltserhöhung), können einige Sonderanlagen hinzugewählt werden. Möglichkeiten und Strategien um in Immobilien zu investieren Wir schreiben zum Zeitpunkt dieses Beitrags das Frühjahr 2019. Das ist wichtig, weil die Preisentwicklung für bestimmte Assets wie Immobilien uneinheitlich verläuft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gelten Immobilien in Deutschland und Mitteleuropa als die sichersten und in Teilen auch renditeträchtigsten Anlagen überhaupt. Hierbei spielt der Sonderfall Deutschland eine Rolle: Auch wenn es die aktuell protestierenden Mieter in deutschen Großstädten nicht glauben mögen, liegen doch die Immobilienpreise in Deutschland im europäischen Vergleich relativ niedrig. Mieten in London und Paris übersteigen die in München und Berlin um ein Vielfaches. Es ist also noch Luft nach oben. Hinzu kommen die derzeit extrem niedrigen Hypothekenzinsen, die das Bauen sehr günstig machen. Einem jüngeren Anleger mit einer kleinen Familie oder in Familienplanung kann man derzeit nur raten, für sich selbst ein Haus zu bauen oder zu erwerben. Im Übrigen gibt es auch sehr interessante Fonds, welche die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt abbilden. Seit der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 befinden sich die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Für Sparer bedeutet das, dass sie real Geld verlieren. Sie bekommen nämlich keine Zinsen mehr und müssen gleichzeitig die Inflation von ca. 2 % ausgleichen. Aus diesem Grund sind viele Menschen auf der Suche nach einer Geldanlage, die attraktive Renditen und Stabilität bringt. Eine Anlageform, die in der Vergangenheit stetige Wertzuwächse und hohe Renditen erzielt hat, ist die Anlage in Immobilien. Wir gehen in den nachfolgenden Absätzen daher darauf ein, welche Möglichkeiten private Anleger haben, in Immobilien zu investieren. Außerdem erklären wir, warum eine Investition in Immobilien sinnvoll ist. Warum sollten Anleger in der heutigen Zeit in Immobilien investieren? Immobilien stellen, sofern sie nicht selbstgenutzt werden, eine sehr gute Kapitalanlage dar. Das liegt daran, da es sich bei Immobilien um sogenannte Sachwerte handelt. Sie bieten einen Inflationsschutz, weswegen sie auch als Betongold bezeichnet werden. Die Vergangenheit zeigt, dass die Immobilienpreise stetig steigen. Somit erzielen Anleger nicht nur eine Rendite aus der Vermietung der Immobilie, sondern auch noch einen Ertrag aus der möglichen Wertsteigerung. Dazu kommt die Tatsache, dass der Wohnraum gerade in großen Metropolen immer knapper wird. Das wird auch in Zukunft zu hohen Wertsteigerungen führen. Diese 6 Möglichkeiten für einen erfolgreichen Start in die Immobilieninvestition gibt es für Anleger Wer sich mit dem Thema Immobilien als Kapitalanlage beschäftigt, hat verschiedene Möglichkeiten, sein Geld zu investieren. Eine attraktive Möglichkeit besteht darin, Studentenapartments zu erwerben und anschließend zu vermieten. Investieren in Studentenapartments ist lukrativ, da die Wohnungen meist sehr klein sind und nur ein geringer Kapitalbedarf für die Investition erforderlich ist. Außerdem lassen sich diese Immobilien sehr gut vermieten. Eigentümer werden selten Leerstand haben und von kontinuierlichen Erträgen profitieren. Weiterhin können Anleger ein Mehrfamilienhaus kaufen und die einzelnen Parteien vermieten. Bei dieser Art der Investition in Immobilien ist ein höherer Kapitalbedarf erforderlich. Außerdem sollten Investoren Vorwissen in Bezug auf die Vermietung von Immobilien haben, da ein größeres Objekt verwaltet werden muss. Grundsätzlich sollten Investoren bei einer Investition in Immobilien aller Art ca. 20 % der Kaufsumme als Eigenkapital in die Finanzierung einbringen. Auch Pflegeapartments als Kapitalanlage eignen sich hervorragend, um in Immobilien zu investieren. Der Grund dafür liegt darin, dass die Bevölkerung immer älter wird und der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung wächst. Bei der Investition in Pflegeapartments erwirbt der Anleger eine Wohneinheit in einer Pflegeeinrichtung und vermietet diese an Senioren bzw. pflegebedürftige Menschen. In der Regel werden die Kosten für die Unterbringung in einem solchen Apartment von der Krankenkasse übernommen, sodass die Miete regelmäßig und zuverlässig eingeht. Anleger, die Bedenken vor Mietnomaden oder Mietausfällen haben, können eine Eigentumswohnung erwerben und diese über Airbnb vermieten. Auf diese Weise wird kein langfristiger Mietvertrag geschlossen. Die komplette Zahlungsabwicklung wird zudem von Airbnb übernommen. Auch bei Schäden oder ähnlichem greift die Versicherung von Airbnb. Wer nicht die komplette Wohnung über Airbnb vermieten möchte, kann sich stattdessen eine Eigentumswohnung kaufen, diese selbst bewohnen und nur einzelne Zimmer über Airbnb an Gäste vermieten. Menschen, die nicht direkt eine Immobilie kaufen und vermieten möchten, können auch in Immobilienfonds oder sogenannte Reit’s investieren. Dabei wird das Kapital an eine Gesellschaft überwiesen, die das Geld in Objekte verschiedenster Art investiert. Anleger bekommen dann regelmäßige Ausschüttungen. Erfahrene Investoren gehen übrigens häufig so vor, dass sie sanierungsbedürftige Immobilien kaufen und diese sanieren. Anschließend vermieten sie die Objekte oder verkaufen sie mit einem Wertgewinn weiter. Diese Form der Investition in Immobilien erfordert jedoch ein hohes Fachwissen und viel Erfahrung, da beurteilt werden muss, welche Kosten für die Sanierung tatsächlich aufgewendet werden müssen. Es ist daher sinnvoll, vor dem Kauf in jedem Fall einen Gutachter mit zur Besichtigung zu nehmen. Das gilt aber generell für alle Investitionen in Immobilien, da für Laien häufig schwer erkennbar ist, in welchem Gesamtzustand sich eine Immobilie befindet. Investieren in Fonds – für Anfänger einfach erklärt Nicht erst seit Habenzinsen auf sichere Geldanlagen an der Nullmarke kratzen, verschenken Sparer Milliardenbeträge. Niedrigzins bedeutet zudem, dass Zinserträge geringer sind als die Inflation. Gemessen an der Kaufkraft verlieren Anlagen auf Tages- oder Festgeldkonten stetig an Wert. Dennoch scheuen viele Menschen ertragreichere Formen der Geldanlage. Dabei ist das Investieren in Fonds weder kompliziert noch intransparent. Anleger mit großem Interesse an der Entwicklung einzelner Branchen, Regionen oder auch der Gesamtwirtschaft (eines Landes, einer Wirtschaftszone oder gar der ganzen Welt) sollten am besten in ETF’s (exchange-traded funds) oder Indexfonds investieren. Das funktioniert am besten mit der monatlichen Einzahlung eines festen Betrages, der klein sein kann (bei einigen Anbietern schon ab 50,- €) – dem sogenannten Fondssparen. Hierfür ist ein langer Horizont hilfreich. Einige dieser Anlagevehikel legen jährlich im zwei- bis dreistelligen Prozentbereich zu. Es kann Kursrückschläge geben, doch Geduld zahlt sich auf lange Sicht praktisch immer aus. Für die Altersvorsorge gibt es aktuell wohl keine bessere Möglichkeit. Chancen und Risiken Ein vor zehn Jahren als Tagesgeld angelegtes Kapital hätte bis heute rund acht Prozent an Wert gewonnen. Eine Anlage in Aktien, die im Deutschen Aktienindex (DAX) notiert sind, hätte sich im selben Zeitraum etwa verdoppelt. Fondsanlagen sind interessant für alle, die Vermögen aufbauen möchten und Geld nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen. Die längste Verlustperiode des weltweiten Aktienindex MSCI World betrug rund 13 Jahre – so lange dauerte es, bis unmittelbar vor dem Crash gekaufte Anteile wieder ihren ursprünglichen Wert erreicht hatten. Langfristig liegt der MSCI World aber bei einer jährlichen Rendite von über 3 %. Ein Verlustrisiko ist nicht von der Hand zu weisen, denn eine Garantie nach Art der Einlagensicherung gibt es für Fondsanlagen nicht. Insbesondere Aktienfonds bilden aber Sachwerte ab. Das Risiko ist dadurch deutlich begrenzt. Ein weiterer wichtiger Hebel zur Risikominimierung ist die Mischung und Streuung der Fondsanlage über viele Branchen, Länder, Währungen oder auch Anlageformen wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe. Während Anleger bei einer Einzelaktie ein hohes Risiko tragen – man denke nur an Bayer und die Glyphosat-Prozesse –, ist selbst ein Totalverlust eines einzelnen Werts innerhalb eines Fonds-Portfolios zu verschmerzen. Fondsauswahl in der Praxis Zum Investieren in Fonds benötigen Sie ein Wertpapierdepot und ein Verrechnungskonto. Schauen Sie sich bei günstigen Direktbanken um. Die Depotführung wird oft kostenlos angeboten, und auf den Kaufpreis der Fondsanteile gibt es in vielen Fällen attraktive Rabatte. Machen Sie aber den Preis nicht zum einzigen Auswahlkriterium. Die Bank sollte eine breite Palette von Fonds anbieten, für den einmaligen Kauf und auch als Sparplan. Sind Sie unsicher, für welchen Fonds Sie sich entscheiden sollen, schauen Sie nach neutralen Bewertungen wie etwa die Morningstar-Sterne. Grundsätzlich wird zwischen passiven und aktiven Fonds unterschieden. Bei aktiven Fonds kümmert sich ein Fondsmanager um die Geldanlage. Er will bezahlt sein, deshalb sind aktiv gemanagte Fonds teurer als passive Fonds, sogenannte Indexfonds oder ETF’s (Exchange Traded Funds). Letztere bilden einfach einen Index nach. Indexfonds gibt es zum Beispiel für den DAX oder den MSCI World, aber auch spezialisiert für die Holzindustrie, für Europa ohne Großbritannien und dergleichen. Im Zweifel wählen Sie den MSCI World, denn er bietet die breiteste Streuung. Fondsanteile jederzeit veräußerbar Anteile offener Fonds können Sie an jedem Bankarbeitstag verkaufen, wenn Sie Geld benötigen oder in eine sichere Anlage umschichten möchten. Nur bei Immobilienfonds gibt es eine Mindesthaltedauer und Kündigungsfristen. Zwischen offenen und geschlossenen Fonds bestehen hier aber wichtige Unterschiede. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen, die in der Regel eine hohe Mindestanlage erfordern und zudem – wie Einzelaktien – das reale Risiko eines Totalverlusts beinhalten. Während offene Fonds als Publikumsfonds auch für Kleinsparer geeignet sind, kommen geschlossene Fonds, zum Beispiel Immobilien, Schiffe oder Filmproduktionen, nur für erfahrene Anleger in Betracht.

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